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So funktioniert die E-Zigarette

Funktionsweise der e-Zigarette

E-Zigaretten sind momentan ein beliebtes Gesprächsthema. Sie stoßen keinen unangenehmen Rauch aus, produzieren keine Asche und auch keine Verbrennungsprodukte wie Teer, oder Kohlenmonoxid. Viele Raucher sehen in den E-Zigaretten also eine echte Alternative. Doch was genau sind E-Zigaretten, wie funktionieren sie und wie unterscheiden sie sich von herkömmlichen Tabakzigaretten?

Dampfen statt Rauchen

Gewöhnliche Zigaretten verbrennen Tabak, so dass Rauch entsteht. Nikotin und giftige Verbrennungsstoffe werden dann inhaliert. E-Zigaretten verbrennen nichts, sondern verdampfen eine Flüssigkeit, die Nikotin enthält. Der Konsum von E-Zigaretten wird deshalb Dampfen genannt.  Vorteil des Dampfens ist ganz klar, dass der Dampfer die Handlung und den Nikotinkonsum, der beim Rauchen gegeben wird weiter beibehalten kann, allerdings bis auf das Nikotin kaum weiteren Giftstoffe zu sich nimmt. Der Konsument zieht an der E-Zigarette und das erhitzte Liquid wird in Form des Dampfes durch das Mundstück eingesogen und inhaliert.

Das Gefühl des Dampfens

Bestimmte Modelle, die der Umgewöhnung dienen, sehen so aus, wie Tabakzigaretten, fühlen sich ähnlich an und können mit Liquid ausgestattet werden, das Nikotin enthält. Die Tanks sind aber dementsprechend klein und Vieldampfer sollen besser auf größere Modelle zurückgreifen. Diese sehen zwar nicht mehr aus wie Tabakzigaretten, das Gefühl des Inhalierens ist aber das Selbe.  Auch das Einatmen ähnelt dem Rauchen, da aber Dampf entwickelt wird, ist die Geruchsbelästigung geringer. Vorteil der E-Zigarette ist außerdem die individuelle Dosierung der Inhaltsstoffe.  Allerdings setzt der Nikotineffekt später ein, als bei Nikotinzigaretten. Die Inhaltsstoffe der Tabakzigaretten begünstigen nämlich die Weiterleitung des Nikotins an das Gehirn, so dass nach wenigen Sekunden ein Effekt einsetzt. Diese Inhalte fehlen den Liquids und der Effekt des Nikotins setzt erst nach circa einer halben Minute ein. Umsteiger müssen also zu Beginn etwas Geduld haben, um sich an die Verzögerung zu gewöhnen. Dampfer werden deshalb vermutlich öfter an der E-Zigarette ziehen, als sie es an der Tabakzigarette getan haben. Allerdings reichen wenige Züge, um das Nikotin-Verlangen zu befriedigen. Wer seinen Nikotin-Konsum ganz genau verfolgen möchte, kann ein Bluetooth-Gerät nutzen, das sich mit Smartphones verbinden lässt. So kann man seinen Nikotin-Konsum verfolgen oder steuern.

Woraus besteht eine E-Zigarette

E-Zigaretten werden in teils stark variierenden Ausführungen angeboten. Sie unterscheiden sich in Größe, Leistung und Design, gleichen sich aber in den Hauptbestandteilen.

Verdampfer/ Atomizer

Der Verdampfer ist eine Kammer, in der das Liquid in Dampf gewandelt wird. Das Liquid wird manuell oder durch Docht und Watte an eine Heizwendel getragen, die vom Akku erhitzt wird und so die Flüüssigkeit verdampfen lässt. Die Temperaturen, die dazu benötigt werden liegen zwischen 60°C und 120°C. Der Dampf wird dann durch das Mundstück eingesogen und inhaliert. Der Verdampfer hält in etwa einen Monat, danach muss er ersetzt werden.

Der Cartomizer bezeichnet ein Gehäuse, das sowohl das Depot, beziehungsweise den Liquid-Tank als auch denVerdampfer beinhaltet. Er ist mit einer speziellen Watte ausgestattet, die die Flüssigkeit an die Heizwendel heranträgt. Die E-Zigarette mit Cartomizer ist ergiebig, aber etwas weniger geschmacksintensiv.

Der Clearomizer ist ein durchsichtiges Gehäuse, in dem Liquid mittels Docht aus Glasfaser an den Verdampfer getragen wird. Man kann leicht überprüfen, wie viel Liquid noch enthalten ist und wann man neu nachfüllen muss. Der Clearomizer sorgt durch seine direkte Liquid-Zuführung für einen intensiven und klaren Geschmack.

Das Depot/ Der Tank

Die Flüssigkeit, die verdampft wird besteht aus Propylenglykol, Glycerin, Aromen und Wasser und ist mit Nikotin angereichert. Aus unzähligen Geschmacksrichtungen wie Tabak, Früchten, oder exotischen Geschmäckern wie Lakritz oder Brathähnchen, kann jeder frei wählen. Das Verkaufsverhältnis liegt aber bei circa 70% Tabakgeschmack gegen 30% andere Aromen.

Die Heizwendel kann auf zweierlei Art mit Liquid gespeist werden. Entweder man träufelt selbst Liquid auf die Wendel und kann so schnell hintereinander verschiedene Geschmäcker testen, oder es wird durch Füllmaterial an sie herangetragen. Für das regelmäßige Dampfen eignet sich letztere Version besser. Zwar gibt es auch Einweg-Zigaretten, der überwiegende Teil der Modelle ist aber zur Wiederbefüllung gedacht.

Der Akku

E-Zigaretten werden mit wieder aufladbaren Lithium-Ionen-Akku bestückt. Der Strom reicht in etwa für einen halben oder ganzen Tag, muss aber danach mehrere Stunden geladen werden. Deshalb empfiehlt es sich, Notfall-Akkus bereit zu haben. Es gibt Geräte, deren Akku entnommen werden kann und welche, in denen der Akku fest verbaut ist. Das Ladegerät wird meistens mitgeliefert, inzwischen ist das Ladegerät häufig mit USB-Port versehen. Beliebt sind auch regelbare Akkus, bei denen die Spannungsstärke individuell eingestellt werden kann.

Informationen und Tipps zu den Verdampfer der E-Zigarette

Tipps zum Verdampfer

Der Verdampfer ist der Motor der elektrischen Zigaretten und das zentrale Stück. Hier wird das Liquid in Dampf umgewandelt. Informieren Sie sich über die verschiedenen Verdampfer und welche das Dampfen wie beeinflussen, um das ideale Modell zu finden.

Die Funktionsweise des Verdampfers

Der Verdampfer, der auch als Atomizer bezeichnet wird, ist der Teil des Geräts, in dem Liquid so stark erhitzt wird, bis es verdampft und eingeatmet werden kann. Über Dochtmaterial oder durch Aufträufeln gelangt das Liquid an die Heizspirale, die vom Akku auf eine Temperatur zwischen 60°C und 120°C gebracht wird. Es gibt verschiedene Arten von Verdampfern. Cartomizer leiten das Liquid über eine spezielle Watte an die Heizwendel, Clearomizer nutzen keine Watte und sind durchsichtig und Tröpfelverdampfer führen, wie der Name schon sagt, das Liquid in Form von kleinen Tropfen an den Heizdraht. Für die Erfahrenen unter den Dampfern gibt es noch eine weitere Möglichkeit. Selbstwickelverdampfer bestehen aus einem Gehäuse, das eigenhändig mit Heizwendel und Dochtmaterial, meist Watte, ausgestattet werden kann. Das bietet Dampfern die Möglichkeit, Einfluss auf die Dampfqualität und -intensität zu nehmen.

Die Reinigung der Verdampfer

Sobald Sie den Verdampfer vom Akku entfernt haben, können Sie den Verdampfer einfach mit lauwarmem Wasser ausspülen. Lassen Sie ihn danach mehrere Stunden trocknen. Die Reinigung sollte regelmäßig stattfinden, vorzugsweise wöchentlich, um das Antrocknen von Liquidresten zu vermeiden. Ist Ihr Verdampfer dennoch einmal stärker verschmutzt, so können Sie ihn in zuckerfreie Spirituosen mit hohem Alkoholgehalt einlegen. Branntwein, Wodka oder Ähnliches lösen auch hartnäckige Liquidverschmutzungen. Beachten Sie, dass Verdampfer auch bei sehr guter Pflege nach spätestens einem Monat ausgetauscht werden sollten, da Verschleiß nicht zu verhindern ist.

Spannung und Widerstand – Ohm und Volt

Die richtige Kombination aus Spannung (V, Volt) und Widerstand (Ω, Ohm) ist maßgebend, um das Dampferlebnis zu optimieren. Wichtig ist also das Verhältnis der Spannung, die der Akku an die Heizwendel leitet und der Höhe des Widerstands des Drahtes in der Heizwendel des Verdampfers. Eine niedrige Spannung bei hohem Widerstand verhindert das richtige Verdampfen, während eine zu hohe Spannung bei zu niedrigem Widerstand die Heizwendel überhitzen lässt, wodurch der Verdampfer beschädigt wird. Das richtige Verhältnis liegt bei einer Leistung zwischen 4,5 Watt und 8,5 Watt. Die meisten Dampfer bevorzugen eine Leistung zwischen sechs und acht Watt. Die Wattleistung lässt sich berechnen, in dem die Spannung des Akkus (in Volt) mit sich selbst multipliziert und dann durch den Widerstand des Verdampfers (in Ohm) geteilt wird.

Der passende Akku für den Verdampfer:

Liegt der Widerstand Ihres Verdampfers bei 1,5 Ω, sollten Sie einen Akku zwischen 3 V und 3,6 V nutzen. Bei 2,0 Ω Widerstand empfiehlt sich eine Spannung von 3 V – 4,4 V. Bei 2,4 Ω Widerstand Ihres Verdampfers, nutzen Sie bestenfalls einen Akku mit einer Spannung von 3,4 V bis 4,5 V.

Der passende Verdampfer für den Akku:

Wenn Sie einen regulierbaren Akku verwenden, können Sie in den meisten Fällen zwischen einer Spannung von 3,2 V und 4,8 V variieren. Dadurch haben Sie auch mehr Spielraum bei der Wahl des Verdampfers. Die meisten Akkus, die sich nicht regulieren lassen liefern eine Spannung von 3,2 Volt. Um genug Leistung zu generieren sollte der Widerstand des Verdampfers zwischen 1,6 und 1,8 Ohm liegen.

Die Wirkung der Kombination

Je geringer der Widerstand, desto mehr Hitze wird erzeugt. Das Liquid verdampft schneller und Sie werden das Nikotin schneller aufnehmen. Allerdings leidet darunter die Geschmackswahrnehmung. Ist der Widerstand höher, so entsteht mehr Aerosol, das bei Kontakt mit den Schleimhäuten für das Geschmacksempfinden sorgt und Sie werden das Aroma intensiver wahrnehmen. Dies hat allerdings zur Folge, dass weniger Nikotin aufgenommen wird.

Selbstwickelverdampfer

Wenn Sie bereits einige Erfahrung mit dem Dampfen gesammelt haben und technisch fachkundig sind, können Sie sich auch einen Selbstwickelverdampfer kaufen. Sie können so auf Dauer Kosten sparen, weil Sie nicht stetig den ganzen Verdampfer tauschen müssen und gegebenenfalls das Dampfen weiter individualisieren und besser auf Ihre Präferenzen abstimmen.

Der Draht

Die beliebtesten Drähte sind Kanthaldrähte und solche mit Legierung aus Nickel und Chrom. Es gibt sie in den Stärken 0,16 mm und 0,2 mm. Dünnere Drähte haben dabei generell einen höheren Widerstand (Ω , Ohm-Wert). Bei gleicher Stärke haben aber Kanthal-Drähte einen höheren Widerstand, als Nickel-Chrom-Kombinationen.

Der Docht

Für Anfänger empfiehlt es sich, Glasfaserdochte zu nutzen. Wer schon Selbstwickelerfahrung sammeln konnte, der kann auch die langlebigeren Silikatschnüre verarbeiten. Da sie aber auch teurer ist, sollte sie nicht zur Übung verwendet werden.

Tröpfelverdampfer

Wenn Sie gerne zwischen verschiedenen Liquids mit diversen Geschmäckern wechseln, empfiehlt es sich eventuell einen Tröpfelverdampfer auszuprobieren. In den gewöhnlichen Verdampfern bleibt immer ein Restliquid vorhanden, weshalb der Wechsel der Liquids zu Beginn mit einer Geschmacksvermischung einhergeht. Tröpfelverdampfer erlauben einen klareren Geschmack, denn hier wird das Liquid direkt auf die Spirale getröpfelt. So kann man direkt zwischen verschiedenen Liquids wechseln, dennoch fehlt hier das Depot, weshalb das Liquid öfter nachgegeben werden muss.