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Ratgeber Liquidsteuer – was Dampfer jetzt tun können!

Lars Händel
2021-09-13 00:28:00 / Ratgeber eZigarettenkoenig / Kommentare 0

Ratgeber Liquidsteuer – was Dampfer jetzt tun können!

Nun ist es fix. Bereits 2022 soll die lang diskutierte Liquidsteuer in Kraft treten. Sie betrifft sowohl Liquids, genauso wie Basen und leider auch Shake and Vapes. Die Branche wird sich dadurch definitiv verändern. Und auch viele Dampfer haben Angst, nun wieder mit dem Rauchen beginnen zu müssen. Doch noch ist nicht aller Tage Abend. In diesem Ratgeber liest du, wie du die Liquidsteuer umgehen kannst und dabei nicht auf die Vielfalt beim Dampfen verzichten musst.

Die Liquidsteuer ist zweckgebunden

Die gute Nachricht lautet: Alle Komponenten, die du fürs Dampfen brauchst, sind grundsätzlich frei verkäuflich. Das liegt daran, dass sowohl PG und VG als auch Aromen nicht ausschließlich in der E-Zigarette verwendet werden können. Es kommt also zukünftig darauf an, wo du deine Zutaten kaufst. Einzig und allen Shake and Vape Produkte sind immer von der Liquidsteuer betroffen, da sie ausschließlich fürs Dampfen vorgesehen sind. Deswegen ist anzunehmen, dass sie über kurz oder lang vom Markt verschwinden werden. Allerdings gibt es auch hier eine kleine Lücke. Mit Stand 09/21 wurde im Gesetzesentwurf keine Übergangsfrist eingeräumt. Dadurch dürfte es Händlern wie uns vom E-Zigarettenkönig wohl erlaubt sein, alles was vor dem 01.07.22 produziert wird, auch darüber hinaus steuerfrei zu verkaufen. Ob das so bleibt, ist allerdings fraglich. Dennoch gibt es keinen Grund, Panik zu schieben. Denn erstens tritt die Liquidsteuer im vollen Ausmaß erst Anfang 2026 in Kraft. Zweitens gilt die Branche als kreativ und erfinderisch. Die bereits erwähnten Shake and Vapes waren die Antwort auf die TPD2, die bereits von vielen Kritikern als Untergang des Dampfens prophezeit wurde. Auch für die Liquidsteuer werden sich Lösungen finden lassen. Eine davon gibt es bereits: das Selbermischen deiner Liquids.

Liquids selber mischen und dabei die Liquidsteuer umgehen

Was vor der TPD2 gängige Praxis war, rückte dank Shake and Vapes immer mehr in den Hintergrund. Doch es ist anzunehmen, dass das Selbermischen nun ein Revival erleben wird. Grund genug, dich mit Theorie und Praxis vertraut zu machen, damit du weiterhin genussvoll dampfen kannst. Bedenke: Noch hast du genügend Zeit und der Aufwand hält sich mit etwas Know-how auch in Grenzen.

Was du zum Selbermischen brauchst

Jedes handelsübliche Liquid besteht aus vier Komponenten: PG, VG, Aroma und Nikotin. Ja, das ist tatsächlich das gesamte Hexenwerk. Damit du weiterhin deine E-Zigarette genießen kannst, kaufst du diese vier Zutaten einzeln und mischst dir dein Liquid ganz einfach selbst – ohne skandalöse Liquidsteuer. Damit dir das gelingt, schauen wir uns alles mal im Detail an.

PG – Propylenglykol – der Geschmacksträger

Propylenglykol, oder chemisch korrekt auch 1,2-Propandiol genannt, ist eine farb-, geschmack- und geruchlose Flüssigkeit. Es ist als E 1520 als Lebensmittelzusatzstoff und Nahrungsergänzungsmittel zugelassen und kommt in Gels, Cremen, Pasten und als Futterzusatz für Tiere zum Einsatz. Es ist somit ein unbedenklicher Stoff, der in deinem Liquid als Geschmacksträger und Emulgator fungiert. Außerdem sorgt es für den sogenannten Throat Hit, das typische Kratzen im Hals beim Inhalieren.

VG – Glycerin – der Dampfmacher

Chemisch korrekt als Propan-1,2,3-triol bezeichnet, ist Glycerin ein Alkohol. Die in Dampferkreisen übliche Abkürzung VG leitet sich von „Vegetable Glycerin“ ab, da es hauptsächlich aus Raps gewonnen wird. Glycerin findest du beispielsweise in diversen Kosmetika, Futtermitteln, Kaugummis und Trockenfrüchten und ist als E 422 zugelassen. In deinem Liquid verleiht es dem Dampf mehr Stabilität und Dichte.

Deine Base selber mischen!

Um die Liquidsteuer zu umgehen, kaufst du nun PG und VG als einzelne Komponenten. Je nach persönlichem Verbrauch lohnen sich Literflaschen bis hin zu 5-Liter Kanistern. Wichtig dabei ist, auf pharmazeutische Reinheit zu achten. Diese liegt üblicherweise bei 99 % und ist beim jeweiligen Produkt ausgewiesen. Und solange du nicht im Vape Store einkaufst, bezahlst du darauf auch keine Liquidsteuer. Folgende Basenmischungen sind üblich: • 50/50: PG und VG zu gleichen Teilen, ausgewogen in Dampf und Geschmack mit mäßigem Throat Hit – meist für MTL verwendet • 70/30: Mehr VG als PG, dichter Dampf mit leichterem Geschmack – für DL verwendet • 80/20: Mehr VG als PG mit Fokus auf dichtem Dampf – für DL verwendet Daraus folgt: Wenn du bisher 50/50 Base verwendet hast, mischst du nun PG und VG zu gleichen Teilen zusammen. Bei 70/30 entsprechend 7 Teile Glycerin und 3 Teile Propylenglykol. Bewahre deine Base am besten in dunklen Flaschen auf und schüttle sie vor Verwendung kräftig durch. Schon hast du ein dampfbares Gemisch ganz ohne Liquidsteuer!

Aromen – der leckere Geschmack

Das Aroma in deinen Liquids war noch nie etwas anderes als Lebensmittelaroma. Es kann genauso gut zum Backen, zum Würzen und zum Verfeinern von Speisen verwendet werden. Vor der TPD2 war es ganz normal, Aroma in kleinen 10 ml Gebinden zu kaufen – entweder als Einzelgeschmack oder als fertige Mischung. Sie dürfen keinesfalls pur gedampft werden, sondern immer nur in Verbindung mit Base. Achtung: Bitte verwende keine Backaromen, die du im Supermarkt zu kaufen bekommst. Sie enthalten ölige Komponenten, die du auf keinen Fall inhalieren darfst! Achte immer darauf, dass dein Aroma auf Basis von PG hergestellt wurde. Dies ist auf dem Fläschchen vermerkt. Dann kannst du es problemlos zum Selbermischen verwenden. Wenn nicht – Finger weg! Nach wie vor gibt es Hersteller, die auf Lebensmittelaromen spezialisiert sind. Die wichtigsten sind Elli's Aromen, Eisaromen oder Pure Flavor. Da sie Ihre Produkte nicht vorrangig für die E-Zigarette anbieten, kannst du dort problemlos einkaufen – ganz ohne Liquidsteuer!

Nikotin – das heikle Thema

Üblicherweise enthalten Liquids eine Nikotinstärke zwischen 3 und 20 mg. Besonders wenn du frisch vom Rauchen auf das Dampfen umgestiegen bist, brauchst du ein gewisses Nikotinlevel, um nicht zum Glimmstängel zu greifen. Deswegen sind Nikotinshots beim Selbermischen der einzige Punkt, wo du um die Steuer nicht herumkommen wirst. Findige Dampfer werden auch hier Möglichkeiten finden, um diese finanzielle Belastung so gering wie möglich zu halten. Beispielsweise kannst du jetzt damit beginnen, dein Nikotinlevel schrittweise Richtung 0mg zu reduzieren, solange die Steuer noch nicht greift. Wenn du bereits länger dampfst, ist jetzt ein guter Zeitpunkt um deinen Konsum generell zu überdenken. So kannst du von DL auf MTL wechseln und dadurch deinen durchschnittlichen Liquidverbrauch reduzieren.

Dein Liquid selber mischen – ein kurzer Crashkurs!

Um mit dem Selbermischen deiner Liquids zu starten, benötigst du neben den obengenannten Komponenten noch: • leere Chubby Gorilla Flaschen, • ein paar Spritzen, • stumpfen Kanülen und • Messbecher. Zubehör zum Selbermischen findest du übrigens in unserer Selbstmischerabteilung. Nun hast du also alle Komponenten zusammen und deine Base bereits fertig gemischt. Im nächsten Schritt verleihst du deine Base die nötige Nikotinstärke, indem du eine gewisse Menge Nikotinshots hinzufügst. Dazu gibt es diverse Rechner im Internet, die dir diesen Vorgang erleichtern. Nun kommt der Geschmack. Aromen haben üblicherweise eine Dosierempfehlung. Du findest sie auf dem jeweiligen Fläschchen. Bei 10 % entspricht das 1 ml Aroma + 99 ml Nikotinbase. Auch dafür sind automatische Liquidrechner eine wunderbare Hilfe. Du entnimmst die benötigte Aromamenge mittels Spritze und stumpfer Kanüle und gibst sie in eine leere Flasche. Danach kippst du die entsprechende Basenmenge drauf. Jetzt heißt es: gut schütteln. Je länger, desto besser. Damit sich der Geschmack voll entfalten kann, gönne deinem selbstgemischten Liquid ein paar Tage Ruhe. Diese sogenannte Reifezeit ist von Aroma zu Aroma unterschiedlich und meist finden sich Hinweise darauf auf dem Fläschchen aufgedruckt.

Fazit zur Liquidsteuer – wir lassen uns nicht unterkriegen!

Bisher wissen wir: Ab 01.07.2022 tritt die Liquidsteuer in Kraft. Vorerst mit 16 Cent pro Milliliter, ab Januar 2026 mir der vollen Härte von 36 Cent pro Milliliter. Ob es zu weiteren Reglementierungen kommt und ob eine Übergangsfrist geschaffen wird, ist weiterhin in Schwebe. Dennoch gilt: keine Panik. Die Community ist stark und erfinderisch. Dampfer werden sich wieder solidarisieren und es wird vermutlich mehr zurück zum Ursprung gehen: Mit Rezeptlisten und Empfehlungen für selbstgemischte Liquids. Wie es uns Händlern dabei geht, wird sich zeigen.

Häufige Fragen zur Liquidsteuer

Worauf wird die Liquidsteuer erhoben?

Die Liquidsteuer betrifft alle fertigen Liquids und Basen sowie Nikotinshots, Aromen und Shake & Vapes, sofern sie für explizit das Dampfen bestimmt sind. Hardware wie E-Zigaretten, Verdampfer, Coils, Akkus und Akkuträger können weiterhin ganz normal in unserem Onlineshop gekauft werden.

Muss ich nun als Dampfer wieder mit dem Rauchen anfangen?

Nein, das wird nicht der Fall sein. Wie oben ausführlich beschrieben, gibt es Mittel und Wege die Liquidsteuer zu umgehen und weiterhin das Dampfen in seiner ganzen Vielfalt zu genießen. Noch ist Zeit genug, um dir die nötigen Skills anzueignen.

Ist das Selbermischen nicht viel teurer?

Unterm Strich und ohne Liquidsteuer ist das Selbermischen die günstigste Variante. Es wird etwas Zeit brauchen, bis du den Dreh raus hast – inklusive so manchem Fehlversuch. Auch das Zubehör und die Einwegprodukte wie Spritzen kosten nicht die Welt. Langfristig bist du als Selbermischer auf der sicheren und günstigeren Seite.

Sollte ich jetzt schon anfangen zu bunkern?

Generell ist bunkern mit Vorsicht zu betrachten, da die Mindesthaltbarkeit der einzelnen Produkte oft nicht lang genug ist. Solange noch nicht klar ist, ob es eine Übergangsfrist geben wird, lässt sich dazu noch keine eindeutige Antwort geben.